Die 100. Bierplan-Feier – Ein Bierplan zieht Bilanz

Die 100. Bierplan-Feier – Ein Bierplan zieht Bilanz

Liebe Sportsfreunde,

ich weiß nicht, ob es euch zu Ohren gekommen ist: Vor kurzem bin ich 100 geworden, und zu diesem Anlass gab es eine große Feier in der Abteilung Badminton am 23.11.18.

Obwohl allen Lesern sicher bekannt ist, dass sportliche Betätigung schon seit dem Anbeginn aller Zeiten mit dem Genuss des einen oder anderen Bieres verknüpft ist, möchte ich an dieser Stelle – bevor ich zur eigentlichen Feier komme – kurz etwas zu meiner Entstehungsgeschichte sagen.

Mein Geburtstag liegt im Jahre 1991 und tatsächlich habe ich drei Väter, was in der heutigen Zeit der Patchwork-Familien nicht ungewöhnlich und eher eine Bereicherung ist. Sie heißen Harald Becker, Peter Hoffmann und Martin Kranitz, während ich einfach nur Bierplan, oder offiziell Trainings- und Bierplan heiße.

Fragte man Ersteren, so würde er wohl eine Geschichte voller motivierter Sportler erzählen, die eines Tages den Entschluss fassten, dass man die heißen Birnen nach dem Sport mit einem kühlen Bier abkühlen sollte, und, dass eine so wichtige Maßnahme auf keinen Fall dem Zufall überlassen bleiben darf. Fragte man den Mittleren, so würde er vielleicht eine Geschichte voller motivierter Biertrinker erzählen, die eines Tages die Idee hatten, doch durch ein bisschen Sport einen Anlass zu schaffen, anschließend die heißen Birnen abzukühlen. Auch dieses Unterfangen sollte auf keinen Fall ungeplant ablaufen. Fragte man Letzteren, so gäbe es wohl eine offizielle und vernünftige, für die Öffentlichkeit repräsentative, aber doch liebevolle Erklärung für meine Existenz. Auf die eigenen Kinder lässt man doch nie etwas kommen! So unterschiedlich die ursprünglichen Beweggründe auch waren, so waren sich meine Väter im Geiste doch einig darüber, dass die bisher lose geplanten Zusammenkünfte im Anschluss an die Trainingszeit nun bürokratisiert und damit ein gewisses Maß an Verbindlichkeit hergestellt werden müsste. Nicht irgendein Plan sollte her, sondern ein Trainings- und Bierplan, der eindeutig Zuständigkeiten und Verpflichtungen für das Fachsimpeln unter Flaschen in der dritten Halbzeit regelt.

Angesichts meines stolzen Alters kann ich doch sagen, dass ich so ziemlich bei jedem Training und auch bei vielen Spielen mit dabei war. Man mag es glauben oder nicht, aber ich wurde auch schon das eine oder andere Mal vergessen! VERGESSEN! Könnt ihr euch das vorstellen? In diesen schwärzesten Momenten sind allerdings immer tatkräftige Sportsfreunde spontan eingesprungen und haben das Schlimmste – nämlich unmotivierte Trainings- und Bierplaner – verhindert. Allen voran ist hier Ralph Hoffmann zu nennen, der über die Jahre hinweg nicht nur der wohl größte Profiteur der organisierten Bierplanung war, sondern im Sinne derselben auch sehr viel Engagement, Herzblut und Gemeinschaftssinn bewiesen hat. Insofern betrachte ich ihn mit Fug und Recht, und nicht ohne Stolz als meinen Adoptivvater.

Nur durch dieses unermüdliche Engagement aller Beteiligten, mit deren Namen ich mich je schmücken durfte, ist es zu verdanken, dass es jetzt am 23.11.18 zu dieser denkwürdigen Feier kam. Tatsächlich bin ich gerührt, dass man mir in dieser Form gedacht hat und zu diesem Anlass so viele liebe Menschen zusammenkamen, über deren Wiedersehen ich mich sehr gefreut habe. Da waren Ehemalige und Aktive, Alte und Junge, leicht angetrunkene und… Es gab ältere Versionen von mir zu bestaunen (mein Gott, wie wir früher aussahen), Bilder der aktiven Trainings- und Bierplaner, alte Ausgaben der Turnerpost und viele Anekdoten und Geschichten zu erzählen.

Neben leckeren Speisen wurde ich zur Feier des Tages und zum flüssigen Wohl aller Angereisten in zehnfacher Ausfertigung geplant und umgesetzt, was zu einer fröhlichen, nostalgischen, geselligen und unbedingt zu wiederholenden Veranstaltung geführt hat. Natürlich hat mein Vater Martin die Gäste auch dazu gebracht, ein paar wechselrhythmische Bewegungen auszuführen, was den meisten gut gelungen ist, nur in einem Fall zu einer Verletzung geführt hat, und bei manchen möglicherweise für Muskelkater am nächsten Tag gesorgt hat.

Abschließend möchte ich mich bei allen für diese tolle Feier zu meinen Ehren bedanken. Ich hoffe, dass ich noch lange eine nicht wegzudenkende Rolle in der Abteilung Badminton spielen werde und wir in absehbarer Zeit Anlass haben, meiner 200. Ausgabe zu gedenken.

In diesem Sinne: Prost und bis bald.

Euer Bierplan

 

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