Golden Age Gym Festival 2016

Golden Age Gym Festival 2016

Vom 2. bis 7. Oktober war Slowenien Gastgeber des 5. Golden Age Gym Festivals.

Portoroz, die Stadt an der Adria, war Ausrichter und beherbergte über 1.800 Turnerinnen und Turner aus ganz Europa, aus 18 Nationen. Eine Rekordbeteiligung.

Meer, Wind, Salz, mediterranes Flair, Palmen, Blumen und immergrüne Pflanzen, Entspannung und Geselligkeit sind Begriffe, mit denen Portoroz vorgestellt werden kann. Es ist ein Ferienort direkt am Meer mit vielen Hotels und Ferienhäusern, gepflegten Anlagen und Strandpromenade. Man hat das Gefühl, hierhin kommen die Menschen nicht um zu arbeiten, sondern um das Leben zu genießen.

Das Golden Age Gym Festival richtet sich an Turnerinnen und Turner über 50 Jahre. Zahlreiche Workshops mit zielgruppengerechten Bewegungsangeboten, Vorführungen und die Möglichkeit eigene Fähigkeiten zu verbessern und neue Aktivitäten zu entdecken, warteten auf die Teilnehmer.

Der Auftakt dieses Festivals fand 2008 in Mas Palomas auf den Kanarischen Inseln statt, wo auch die Gymnastinnen der Abteilung Tänzerische Gymnastik des Turnvereins St. Wendel teilnahmen.

Am Sonntag, den 2. Oktober wurde die Veranstaltung mit einem Festzug eröffnet. Die 168 Turnerinnen und Turner aus Deutschland marschierten als erste Gruppe hinter der Schwarz-Rot-Goldenen Fahne in einheitlicher Kleidung – weiße Hose und Schuhe, hellblaues Poloshirt – durch die Straßen von Ppotoroz. Eine Bombenstimmung herrschte im Auditorium, wo der Festzug endete und der Präsident der europäischen Turnunion, Monsieur Georges Guelzec, das Golden Age Gym Festival eröffnete.

Das Hotel Riviera in Portoroz beherbergte und bewirtete uns vorzüglich in diesen 8 Tagen. Es lag direkt am Meer, nur getrennt durch eine Straße und der Strandpromenade. Das Hotel verfügte über einen Salzwasserpool innen und außen und einen eigenen Strandabschnitt mit Liegewiese. Dort konnten wir schwimmen und in der Herbstsonne relaxen.

Ab Montag ging es täglich nach dem Frühstück zur Strandpromenade zum Frühsport. Zufällig vorbeikommende Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer oder andere Sportler schauten uns spontan zu, ermunterten uns und waren begeistert von unseren Aktivitäten. Andere wollten uns fotografieren, um festzuhalten, wie sie in 30/40 Jahren aussehen wollen. Wir fielen natürlich auf in unseren gleichen „Outfits“. Im Cafe „cacao“ wurden wir für ihre Web-Seite abgelichtet, ein Bild von den „Happy German Ladys“. Kein Wunder, dass wir von dieser Reise begeistert waren.

Mittags nahmen wir meist einen kleinen Imbiss in einem Restaurante an der Promenade ein, um am späteren Nachmittag auf einer Showbühne den Vorführungen der anderen Gruppen zuzuschauen. Schöne, tolle, einfallsreiche, spritzige Vorführungen sahen wir. Die skandinavischen Länder und die Schweiz waren mit riesigen Gruppen vertreten. Diese Shows sind natürlich großartig. Begeistert waren wir von den Gymnastinnen aus der Schweiz, die uns eine maritime Show im Matrosenanzug mit Seesack darboten. Den Tagesabschluss bildete das Abendbrot im Haus und ein „Absacker“ in der Bar.

Gerne spazierten wir oder fuhren mit dem Bus zum Städtchen Piran, das unweit von Portoroz auf einer Landzunge liegt. Das im 7./8. Jahrhundert erbaute und komplett erhaltene Städtchen wird von einer Mauer “umarmt“. Wir bummelten zu gerne durch dessen enge Gassen, staunten über die Schönheit und Sauberkeit der Häuser und die Freundlichkeit der Menschen. Kleine Restaurants luden uns ein zum Schlemmen mediterraner Früchte. Unser Blick schweifte über das Meer nach Italien – Triest, Venedig -, zu den Alpen sowie nach Kroatien. Am Marktplatz schauten wir bei Cafe, Tee oder Cocktails den Vorführungen der anderen Festivalsteilnehmer zu.

Mit den Pfälzern und Mombachern schipperten wir mit einem Boot in eine nahegelegene

Bucht. Der Kapitän persönlich grillte für uns frisch gefangenen Fisch. Dazu reichte er Kartoffelsalat und als Vorspeise eine Schinken-/Käseplatte. Wein  und Selbstgebrannten gab es gratis dazu. Dementsprechend lustig verlief die Rückfahrt in den Heimathafen.

Bei dieser Tour lernten wir auch den Organisator der World Gymnaestrada 2019 in Dornbirn, Erwin Reis und seine Gattin Andrea, kennen. Erwin unterhielt uns mit seinen Anekdoten aus dem Sport. Bereits 1995 war er Mitorganisator der Gymnaestrada, an der auch wir seiner Zeit teilnahmen. Er lud uns schon jetzt für 2019 in seine Heimat ein. Mit an Bord waren auch der Leiter der Deutschen Delegation, Detlef Mann und Jürgen Klughammer mit seiner Gattin Elke, die verantwortlich zeichneten für die gute Organisation. Jürgen war Fahnenträger und Mädchen für alles und hatte stets ein offenes Ohr für unsere Anliegen.

Das nächste Golden Age Gym Festival findet in Pesaro in Italien statt. Bei der Abschlussfeier, am Freitag, den 7. Oktober, wurde die Stadt, in der Rossini geboren wurde, vorgestellt. Die Fahne wurde eingezogen und von Portoroz an Vertreter der Stadt Pesaro übergeben und die Turnerinnen und Turner zur Teilnahme aufgefordert und eingeladen.

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